Detail

Windenergie im Tank sorgt für mehr Akzeptanz für Erneuerbare

GP JOULE übergibt Machbarkeitsstudie an Ministerpräsident Torsten Albig

Reußenköge – Sieben namhafte Institutionen haben im Auftrag der GP JOULE GmbH eine umfassende Machbarkeitsstudie zum Verbundvorhaben „Akzeptanz durch Wertschöpfung – Wasserstoff als Bindeglied zur Kopplung des Wärme-, Strom-, Industrie- und Verkehrssektors“ konzipiert und erarbeitet.  Die Studie wurde nun von GP JOULEs Gründer und Geschäftsführer Ove Petersen an Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig übergeben. Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung: Die Verbindung von Strom-, Wärme- und Mobilität aus überschüssigen erneuerbaren Energien schafft regionale, klimafreundliche Wertschöpfung und trägt nachweisbar zur Steigerung der Akzeptanz des Erneuerbaren-Ausbaus in der Bevölkerung bei. 

Die 82-seitige Machbarkeitsstudie zeigt auf, wie das immense Aufkommen an überschüssigem EE-Strom in Schleswig-Holstein durch Power-to-Gas-Technologie regional nutzbar gemacht werden kann. Das Konzept: Fünf in Nordfriesland installierte PEM-Elektrolyseure wandeln EE-Strom in Wasserstoff um. Die dabei anfallende Wärme wird in bereits vorhandene Nahwärmenetze eingespeist und trägt so zur Wärmewende, also der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bei. Der Wasserstoff wird gespeichert und anschließend über zwei H2-Tankstellen in Husum und Niebüll an zwei Brennstoffzellenbusse abgegeben, die im regulären Öffentlichen Nahverkehr auf Linienstrecken unterwegs sind. Auf diese Weise kann der ÖPNV im Norden Schritt für Schritt emissionsfrei gemacht werden – kosteneffizient und wirtschaftlich, wie die Studie nachweist. 

„Die Ergebnisse der Studie können sich sehen lassen: Unser Verbundvorhaben beweist, dass  Wasserstoff aus erneuerbaren Energien  zu wettbewerbsfähigen Kosten erzeugt und als CO2-freier Kraftstoff für den Mobilitätssektor angewendet werden kann.  Weder aus technischer, genehmigungsrechtlicher oder wirtschaftlicher Perspektive gibt es für das Verbundvorhaben signifikante Hürden“, erklärt Ove Petersen, Gründer und Geschäftsführer von GP JOULE. „Busse sind daher langfristig nicht die einzigen Abnehmer von grünem Wasserstoff. Wenn die Wasserstoff Tankstellen erst in Betrieb gehen, werden die heute schon verfügbaren Wasserstoffautos als Kunden hinzukommen. Zukünftig sehen wir Absatzmärkte im Schienen-, Schiffs- und Güterverkehr und mein Traum ist weiterhin, irgendwann mit dem Wasserstoffschlepper über den Acker zu fahren!!!“ so Petersen. 

Sieben renommierte Institutionen, darunter Fraunhofer ISI, Fraunhofer ISE und die Stiftung Umweltenergierecht, haben die Machbarkeitsstudie erarbeitet und dabei  auch die sozio-, energie-, wirtschafts- und industriepolitische Dimensionen des Verbundvorhabens untersucht. Das Ergebnis: Das Vorhaben ermöglicht es, klimafreundliche, innovative Technologien mit unterschiedlichem Reifegrad systemisch und sektorenübergreifend zu integrieren, trägt zur Steigerung der  Akzeptanz des EE-Ausbaus und der Energiewende bei und ermöglicht darüber hinaus eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen..

„Das Verbundvorhaben „Akzeptanz durch Wertschöpfung“ von GP JOULE ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie erneuerbare Energien auf eine intelligente Weise auch für die Wärmeversorgung und den Verkehr verwendet werden können und damit Klimaschutz  für jedermann im Alltag möglich wird. Das Verbundvorhaben ist zudem ein Beweis, dass die Wertschöpfung aus Erneuerbaren im Norden nicht bei der Erzeugung von Windstrom aufhört. Durch die regionale Nutzung vor Ort entstehen zusätzliche wirtschaftliche Impulse. Klimaschutz und erfolgreiches Wirtschaften gehen Hand in Hand. Dass solche Konzepte und auch die innovative Elektrolysetechnologie, die ihre Umsetzung möglich macht, in Schleswig-Holstein entwickelt und produziert werden, zeigt zudem, dass die Energiewende auch industriepolitisch viel Sinn macht“, freut sich Ministerpräsident Torsten Albig. Die entsprechenden PEM-Elektrolysestacks werden durch GP JOULEs Tochterunternehmen H-TEC SYSTEMS in Lübeck entwickelt und gefertigt. 

Im Anschluss an die Vorstellung und Übergabe der Studie erhielten Petersen, Albig und zahlreiche weitere Gäste einen unmittelbaren Vorgeschmack darauf, wie sich die Verkehrswende in Nordfriesland mit Hilfe dieses Projekts zeitnah für viele Nutzer des ÖPNV anfühlen soll: Sie fuhren in einem Brennstoffzellenbus vom Hauptsitz von GP JOULE in Reußenköge vorbei an zahlreichen Windparks zur Messe New Energy nach Husum, und konnten dabei das Mobilitätserlebnis in einem mit Wasserstoff betankten Bus live und hautnah erleben. 

Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie mehr über die Machbarkeitsstudie „Akzeptanz durch Wertschöpfung“ erfahren wollen: Gerne senden wir Ihnen auch weiteres Informationsmaterial zur Machbarkeitsstudie und zu dem Verbundvorhaben zu.

Pressekontakt:
Herr Timo Bovi
Director Governmental Relations and Public Affairs

Tel. +49 (0) 4671 6074-235
Mobil +49 (0) 177 8830622
t.bovi(at)gp-joule.de 

Die Machbarkeitsstudie „Akzeptanz durch Wertschöpfung – Wasserstoff als Bindeglied zur Kopplung des Wärme-, Strom-, Industrie- und Verkehrssektors“
An der Studie waren diverse externe Gutachter beteiligt, namentlich die Stiftung Umweltenergierecht (SUER), das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI), das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE), die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH), das Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn) und das Zentrum für nachhaltige Energiesysteme (ZNES) Flensburg.

Das Unternehmen GP JOULE
GP JOULE  ist universeller und innovativer Partner für Unternehmen, Kommunen sowie Investoren in allen Bereichen der erneuerbaren Energien. Unter dem Motto „TRUST YOUR ENERGY“ und angetrieben von der Überzeugung, dass 100% erneuerbare Energieversorgung machbar ist, entwickelt und realisiert GP JOULE Energie- und Betriebskonzepte für die zukunftsträchtige Nutzung von Sonne, Wind, Biomasse und Energiespeichern.  In der eigenen F&E Abteilung arbeitet das Unternehmen an sektorenübergreifenden Nutzungs- und Veredelungskonzepten für erneuerbaren Energien, u.a. in den Bereichen Power-to-Gas oder der kommunalen Wärmeversorgung. Mit dem 2016 gelaunchten Geschäftsbereich CONNECT erweitert GP JOULE sein Spektrum um intelligente Versorgungs- und Infrastrukturlösungen für E-Mobilität sowie um ein eigenes, grünes Stromprodukt, für das mit Inkrafttreten der entsprechenden Verordnung ein regionaler Strombezug möglich sein wird.

GP JOULE unterhält fünf Standorte in Nord- und Süddeutschland sowie zwei internationale in den USA und Kanada.