Der Energiepark Lausitz

Regionale Wertschöpfung durch Sonnenenergie

Die Gemeinde Schipkau hat den Startschuss für ein ambitioniertes, hochmodernes Projekt gegeben. Auf der ehemaligen Hochkippe des Braunkohletagebaus Klettwitz entsteht der „Energiepark Lausitz“: ein wegweisendes Vorhaben, das die Gewinnung von klimaneutralem Sonnenstrom mit der Produktion von grünem Wasserstoff verbindet, CO2-frei und mit zahlreichen Vorteilen für die Region.

Dafür werden auf drei Teilflächen (s. Karte) in Etappen Solaranlagen mit bis zu 300 Megawatt Leistung errichtet. (Zum Vergleich: das entspricht dem Ertrag von rund 75 modernen Windenergieanlagen) Der hier gewonnene erneuerbare Strom fließt ins öffentliche Stromnetz, wird an direkte Stromabnehmer geliefert und zu einem Teil – und das ist das Besondere – in grünen, klimaneutralen Wasserstoff umgewandelt und der örtlichen Industrie sowie dem Mobilitätssektor zur Verfügung gestellt.

Vorteile für die Gemeinde und Region:

  • klimaneutraler Industriestandort durch günstige grüne Strom- und Gaserzeugung
  • Positionierung als zukunftsorientierte und nachhaltige Region
  • Vorreiterrolle bei der regenerativen Wasserstofferzeugung und -nutzung
  • Unterstützung der Unternehmensansiedelung
  • Sicherung der Arbeitsplätze vor Ort
  • Neue Einnahmenquellen (Gewerbesteuer, Nutzungsentgelte)
  • Regionale Wertschöpfung und Akzeptanz durch z.B. emissionsfreien ÖPNV

Planungsgebietskarte Lausitz

"Das Projekt "Energiepark Lausitz" stellt für mich eine nahezu einmalige Chance innerhalb des Strukturwandels dar."

Schipkaus Bürgermeister Klaus Prietzel

Im Bereich der ehemaligen Hochkippe werden in mehreren Teilflächen zwischen den Windkraftanlagen die Photovoltaikanlagen errichtet. Im ersten Bauabschnitt sind bis zu 80 MW installierte Leistung im Planungsgebietsbereich „Klettwitz Nord“ möglich.

Aktuell läuft das Bauleitverfahren und es wird mit einem Ende im Spätsommer/Herbst diesen Jahres gerechnet, sodass im Herbst mit dem Bau der Photovoltaikanlage auf der Hochkippe begonnen werden kann.

Bauabschnitt 01

Im zweiten Bauabschnitt sind bis zu 80 MW installierte Leistung im Planungsgebietsbereich „Klettwitz Süd“ möglich. Hier wird voraussichtlich auch die erste Ausbaustufe der Wasserstoffproduktion mit einer Größe von 10 MW Elektrolyse in Ende 2021 errichtet.

Das Planungsgebiet des dritten Bauabschnittes verläuft über mehrere Gemeinden und bietet ein Flächenpotenzial für bis zu 120 MW installierter Photovoltaikleistung.

  • Gemeinde Schipkau
  • Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf
  • Gemeinde Sallgast
  • Gemeinde Lauchhammer

24.04.2020 - Lausitzer Rundschau Online

Zukunftsprojekt: Schipkau will zur Wasserstoff-Tankstelle der Lausitz
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Wasserstoffmobilität in Nordfriesland
Das Verbundvorhaben "eFarm"

Mit dem Projekt „eFarm“, dem bisher größten grünen Wasserstoff-Mobilitätsprojekt in Deutschland, wird eine Wasserstoff-Infrastruktur von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur Flottennutzung im Verbund realisiert. Das Ziel ist, ein gemeinschaftliches, nachhaltiges Wirtschaften mit Erneuerbaren Energien in die Gesellschaft zu bringen: Im Verbund Wasserstoff produzieren, transportieren, verarbeiten und vermarkten.

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Damit aus Sonne Wasserstoff wird, nutzt der Energiepark Lausitz die PEM-Elektrolyse. (PEM steht für Proton Exchange Membrane bzw. Protonen-Austausch-Membran.) In den Elektrolyseuren teilt Sonnenstrom Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff. Die Energie des elektrischen Stroms wird dabei in chemische Energie umgewandelt und im Wasserstoff gespeichert.

Zurück, zum Beispiel in einem Wasserstofffahrzeug, wandelt eine Brennstoffzelle den Wasserstoff wieder in Wasser um, das in Form von Wasserdampf (und nichts weiter) aus dem Auspuff kommt. Die dabei freiwerdende Energie treibt das Fahrzeug an.

Das PEM-Elektrolyse-Verfahren hat den Vorteil, dass es sehr reaktionsschnell ist und binnen Millisekunden auf volatile Sonnen- und Windverhältnisse reagieren kann. Es werden keine bedenklichen Chemikalien benötigt, der entstandene Wasserstoff hat einen sehr hohen Reinheitsgrad und ist daher optimal für die Komprimierung und Weiterverarbeitung geeignet.

Die Elektrolyse-Technologie veredelt den Rohstoff „EE Strom“ zu Wasserstoff und schlägt damit die Brücke zu neuen Sektoren. Unser langjähriger Projektmanager wird Ihnen bei Fragen kompetent zur Seite stehen:

Johannes Brock
Key Account Manager
Telefon: +49 4671 6074-632
E-Mail: h2@think.gp-joule.de

GP JOULE

2009 mit der Überzeugung gegründet, dass 100% erneuerbare Energieversorgung machbar ist, ist GP JOULE heute ein System-Anbieter für integrierte Energielösungen aus Sonne, Wind und Biomasse sowie ein Partner auf Versorgungsebene für Strom, Wärme, Wasserstoff sowie Elektro-Mobilität. Als Pionier in der Sektorkopplung beschäftigt die mittelständische Unternehmensgruppe über 250 Mitarbeiter in Deutschland, Europa und Nordamerika. GP JOULE ist Träger des Umweltpreises der Wirtschaft Schleswig-Holstein 2019.

TERRAVENT

Terravent ist eine Beteiligungsgesellschaft verschiedener Schweizer Energieunternehmen. Gemeinsam erwerben und halten diese in Europa Projekte zur Erzeugung erneuerbarer Energie. Die Aktionäre eint das Ziel, mit einer langfristigen Perspektive zu investieren und sich den physischen Bezug, beziehungsweise das Bezugsrecht regenerativer Energie und/oder der entsprechenden Ökostromzertifikate zu sichern.

Steinbock Energie

Steinbock Energie bringt die richten Partner eines Erneuerbares-Energien-Projektes zusammen und begleiten sie bis zum erfolgreichen Projektabschluss - mit tiefer Branchenkenntnis, langjähriger Projektkompetenz und einem über 18 Jahre gewachsenen Netzwerk von Investoren, Entwicklern und Dienstleistern.

Das visionäre Wasserstoffkonzept
Wir verbinden Erzeugung und Verbrauch.

Für Wasserstoff gibt es einen breiten Markt. Seit über 100 Jahren ist er ein stark nachgefragter Werkstoff für Industrie und Forschung. Er kann außerdem methanisiert, ins bestehende Erdgasnetz geleitet, als Energiespeicher genutzt und als Kraftstoff für den Mobilitätssektor verwendet werden. Im Zuge des Klimawandels gewinnt grüner Wasserstoff – im Gegensatz zu klimaschädlich produziertem grauen Wasserstoff – an zunehmender Attraktivität für all diese Bereiche.

Der „Energiepark Lausitz“ verfügt über eine optimale Lage. Das Gelände des ehemaligen Braunkohletagebaus ist für eine landwirtschaftliche Nutzung ungeeignet und ruft umso mehr nach einer attraktiven Neuausrichtung. Dazu gibt es im Umland potenzielle Großkunden, die bereits ihr Interesse an einer Strom- und Wasserstoffabnahme bekundet haben.

Auch der Aufbau eines Mobilitätsprojektes bietet sich aufgrund der bestehenden sehr guten Infrastruktur an. Als Standorte für die Wasserstoff-Tankstellen sind gleich mehrere Optionen möglich, zum Beispiel an der Autobahnausfahrt oder auf dem nahegelegenen Rasthof. Das potenzielle Kundenspektrum umfasst so neben der Industrie auch den Lausitzring und Speditionsunternehmen, sowie den ÖPNV, der emissionsfreie Linienbusse einsetzen kann (s. Referenzprojekt eFarm in Schleswig-Holstein).

Erneuerbare Energien werden so „erfahrbar“: regional, günstig, klimaneutral.

Mit diesem Projekt positionieren sich das Land Brandenburg und die Region Lausitz als Vorreiter des zweiten Schritts der Energiewende. Sie tragen zur Dekarbonisierung jener Sektoren bei, die bisher im Rahmen der Energiewende nur unzureichend betrachtet wurden: der Industrie und dem Verkehr. der Der Energiepark Lausitz bildet zudem den Startpunkt für grünen Wasserstoff in der Wirtschaftsregion Lausitz. Er unterstützt die Diversifikation der Wirtschaftsstruktur und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Ansprechpartner

Vera Callsen-Bracker
Projektmanagerin
Telefon: +49 4671 6074-0
E-Mail: v.callsen-bracker@gp-joule.de

Cecilienkoog 16
25821 Reußenköge

Telefon: +49 4671 6074-0
Fax: +49 4671 6074-199
E-Mail: info@gp-joule.de