Anschlussnehmer gesucht: Bürger informieren sich über nachhaltig erzeugte Wärme aus der Region

Reußenköge/ Dornstadt, 27. Oktober 2021

Die Gemeinde Dornstadt, rund zehn Kilometer nördlich von Ulm gelegen, stellt im Ortsteil Tomerdingen die Weichen für die Zukunft des Heizens: Im Rahmen einer Straßensanierung werden die ersten Rohrleitungen für die künftige Versorgung mit regional erzeugter Nahwärme verlegt. Damit das Projekt realisiert werden kann, braucht es noch weitere Anmeldungen von Haushalten, die daran teilnehmen und nachhaltig erzeugte Wärme aus der Region beziehen möchten. Bei einem Wärme-Infoabend am 30.09.2021 informierten Dornstadts Bürgermeister Rainer Braig, Roland Mäckle von der Regionalen Energieagentur Ulm sowie Robert Cavric und Robert Giemsa von GP JOULE die interessierten Gäste über die nächsten Schritte im Projekt und die zur Auswahl stehenden Beteiligungsmöglichkeiten. Die Gemeinde Dornstadt ist gemeinsam mit GP JOULE an der eigens gegründeten BED Projekte GmbH (Bürger-Energie Dornstadt) beteiligt.

Rund 100 Dornstädter waren der Einladung gefolgt und zeigten reges Interesse an den Informationen rund um den geplanten Nahwärmenetzausbau in ihrer Gemeinde. Dornstadts Erster Bürgermeister Rainer Braig zeigte sich zuversichtlich zum weiteren Projektfortgang und betonte: „Als Bürgermeister stehe ich persönlich voll hinter diesem richtungsweisenden Projekt – wie auch die gesamte Gemeinde Dornstadt. Regionale Nahwärme nach Tomerdingen zu bringen, ist sowohl aus Sicht der Versorgungssicherheit als auch unter dem Blickwinkel der Stärkung der Bürgerbeteiligung sowie der lokalen Wirtschaft ein Vorhaben, das wir in den kommenden Monaten mit viel Elan und Energie angehen möchten. Und ich bin überzeugt, dass wir diesen Weg im Sinne der gesamten Gemeinde erfolgreich gehen werden.“ Für einen wirtschaftlichen Regelbetrieb des Wärmenetzes müssen 75 Haushalte auf diese nachhaltige und zugleich kostengünstige Form der Wärmeversorgung umsteigen – rund die Hälfte ist bereits angemeldet.


Vorbereitungen laufen für nachhaltige Wärme aus der Region, für die Region
Robert Cavric und Robert Giemsa stellten das Projekt in Tomerdingen vor und beantworteten Fragen aus dem Plenum. Als Kernstück des Nahwärmenetzes soll zu Beginn ein Blockheizkraftwerk mit Biomethan fungieren. Der Erzeugungspark kann, abhängig vom konkreten Energiebedarf der angeschlossenen Haushalte, ständig modular erweitert werden. Für die Nahwärmenetze wird in Zusammenarbeit mit der Gemeinde jeweils die ökologisch und ökonomisch sinnvollste Lösung eingesetzt.
Momentan wird bereits in Teilen des Ortes die Fernwärmeleitung im Zuge einer Straßensanierung verlegt. Diese Bauphase nutzt BED Projekte, um parallel betreiberseitig alle Vorkehrungen zu treffen, damit interessierte Haushalte an das Netz angeschlossen werden können. In einem ersten Bauabschnitt soll das Gebiet südlich der Graf-Albrecht-Straße erschlossen werden.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Besucher in lockerer Atmosphäre – gestärkt mit einem kleinen Imbiss des örtlichen Landfrauenvereins – die Gelegenheit, konkrete Fragen mit Experten aus den verschiedenen Abteilungen, etwa Kundenbetreuung und Vertrieb, Projektierung, Rohr- und Tiefbau oder auch Technische Betriebsführung zu besprechen. Besonders groß war das Interesse an der aufgebauten Übergabestation, die in den angeschlossenen Gebäuden für die Wärmelieferung verbaut wird. 

Klimafreundlich mit vielen Vorteilen
„Für die Haushalte, die zur Bürger Energie Dornstadt wechseln, ergeben sich durch das neue Wärmenetz viele Vorteile. Zum Beispiel muss man sich nicht mehr um rechtzeitige Brennstofflieferungen kümmern“, so die Sprecher von GP JOULE. Weiterhin stünden verschiedene Angebotspakete zur Auswahl, je nach individuellem Bedürfnis. So kümmere sich die BED Projekte um den Anschluss, den reibungslosen Systemwechsel sowie um die Wärmelieferung, die Gerätewartung und gegebenenfalls notwendige Reparaturen. Auch sei es möglich, im ersten Schritt nur einen Teilanschluss bis auf das Grundstück verlegen zu lassen, so dass ein Hausanschluss zu einem späteren Zeitpunkt problemlos erfolgen kann. Zu empfehlen sei das nicht nur Besitzern einer alten Heizungsanlage, sondern auch denjenigen, die in Zukunft flexibel bleiben möchten. Zu guter Letzt bliebe neben allen praktischen Aspekten immer das gute Gefühl, mit klimafreundlichem Heizen etwas für die Umwelt und damit für die nächsten Generationen zu tun.

Unter www.dornstadt-fernwaerme.de können Interessierte alle Informationen zum Projekt sowie zu Tarifen und Angebotspaketen nachlesen, weitere Informationen anfordern oder ein Beratungsgespräch vereinbaren.

Auch Roland Mäckle von der Regionalen Energieagentur Ulm bot seine Unterstützung als neutraler, kommunaler Berater an.

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Über BED Projekte
Die BED Projekte (kurz für „Bürger-Energie Dornstadt“) wurden mit dem Ziel gegründet, Tomerdingen mit regenerativer und preiswerter Wärme aus der Region zu versorgen. Die Gemeinde Dornstadt unterstützt den Bau des lokalen Wärmenetzes und ist auch über die Bürger-Energie Dornstadt eG an der Gesellschaft beteiligt. Geplant ist es, die Gebäude der Gemeinde zu versorgen. Ebenso können sich alle Bürgerinnen und Bürger an das Nahwärmnetz anschließen lassen.
In der lokalen Heizzentrale wird regenerative Wärme für das Netz der BED Projekte direkt in der Region erzeugt. Somit bleibt die Wertschöpfung vor Ort.

Über GP JOULE
2009 mit der Überzeugung gegründet, dass 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung machbar ist, ist GP JOULE heute ein System-Anbieter für integrierte Energielösungen aus Sonne, Wind und Biomasse sowie ein Partner auf Versorgungsebene für Strom, Wärme, Wasserstoff sowie Elektromobilität. GP JOULE ist damit ein Pionierunternehmen der Sektorenkopplung.
Die Hauptstandorte des Unternehmens liegen im bayerischen Buttenwiesen, Landkreis Dillingen, und im nordfriesischen Reußenköge, wo die Gründer und einstigen Kommilitonen Heinrich Gärtner und Ove Petersen nach ihrem Studium des Agrar-Ingenieurswesen jeweils den landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern übernommen und mit Firmenbüros erweitert haben. Für die mittelständische Unternehmensgruppe arbeiten inzwischen rund 400 Menschen in Deutschland, Europa und Nordamerika. GP JOULE ist Träger des Umweltpreises der Wirtschaft Schleswig-Holstein 2019 und des German Renewables Award 2020.

Pressekontakt
Nina Ramberg-Mortensen
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