Auf dem Weg zu 100 Prozent erneuerbare Energien

Wietow / Reußenköge, 09. Juli 2014 Als erfolgreicher Kraftwerksprojektier und Treiber für 100 Prozent Erneuerbare Energien nahm GP JOULE im Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern in Wietow den SolarSuperState Preis entgegen. Mit einer installierten PV-Leistung von rund 450 Watt pro Einwohner gehört Deutschland damit zu den fünf Nationen, die auf dem besten Weg zu 100 Prozent erneuerbaren Energien sind. Im Photovoltaik-Ranking liegt Deutschland auf Platz eins vor Liechtenstein und Italien.

Die Schweizer Nichtregierungsorganisation SolarSuperState zeichnet alljährlich Staaten für ihr Engagement im Bereich der regenerativen Energien aus. Dabei ermittelt die Organisation die installierte Leistung pro Kopf im Bereich Wind und Photovoltaik. Im Windranking liegt Deutschland im EU-weiten Vergleich auf Platz sechs, im Bereich PV auf Platz eins. GP JOULE nahm für Deutschland den Preis in der Kategorie ‚Solar‘ entgegen und wurde somit für das besondere Engagement des Unternehmens bei der Umsetzung der Energiewende gewürdigt: GP JOULE hat nicht nur Solar-Freiflächenparks mit einer Leistung von 434 MW schlüsselfertig errichtet, das Unternehmen setzt sich auch für die Systemintegration der erneuerbaren Energien ein – beispielsweise durch die Entwicklung von innovativen Speichertechnologien. „Unsere Vision ist, dass wir in Deutschland in den nächsten fünf Jahren 80 Prozent des Strombedarfs mit Energie aus regenerativen Quellen decken und in zehn Jahren die Energiewende vollständig vollzogen haben können“ so GP JOULE-Gründer und Geschäftsführer Heinrich Gärtner. „Dafür brauchen wir zum einen Speichertechnologien, um angesichts der Zunahme von volatilen Energien wie Solar- und Windkraft eine kontinuierliche Energieversorgung zu gewährleisten. Wir brauchen aber auch die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen, um 100 Prozent erneuerbare Energien möglich zu machen.“

Dazu gehört z.B. eine Veränderung des Energiemarktes. Um die europäischen Klimaschutzziele zu erreichen, sollten CO2-intensive konventionelle Kraftwerke möglichst schnell aus dem deutschen Kraftwerkspark verbannt und der Ausbau der erneuerbaren Energien weiterentwickelt werden. Zudem brauche es eine Förderung der Energieeffizienz: „Das ist der effektivste Weg, CO2 einzusparen und den Klimaschutz voranzutreiben“ so Gärtner. „Hierfür muss es einen marktwirtschaftlichen Anreiz geben.“ Eine wichtige Maßnahme könnte z.B. sein, den Aktivhaus- oder den Passivhaus-Standard als verbindlichen Neubaustandard für Wohnhäuser und andere Gebäude einzuführen. Dadurch können auch im Wärmesektor wesentlich schneller Fortschritte erreicht werden als mit den heute gültigen Neubaustandards. Unabhängig vom Erneuerbare-Energien-Gesetz kann so auch der Photovoltaik-Zubau gestärkt werden.