Gas geben für grünen Wasserstoff: Treffen des Deutschen Brennstoffzellenbus-Clusters in Reußenköge

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Reußenköge, 22. Oktober 2020
Hoher Besuch in Reußenköge: Der Kreispräsident des Kreises Nordfriesland Manfred Uekermann eröffnete gestern mit seinem Grußwort das 15. Treffen des Deutschen Brennstoffzellenbus-Clusters. Die Veranstaltung, die jeweils am Hauptsitz eines der Cluster-Mitglieder stattfindet, wurde dieses Mal am Standort von GP JOULE ausgerichtet – mit Rücksicht auf die geltenden Abstandsregeln in der Koogshalle der Gemeinde Reußenköge. Die rund 15 Teilnehmer vor Ort und weitere 25 per Videokonferenz zugeschaltete informierten sich über ihre aktuellen Aktivitäten und stellten ihre aktuellen Projekte vor. So auch Gastgeber GP JOULE, der den anwesenden Cluster-Mitgliedern das größte deutsche Wasserstoffmobilitätsprojekt eFarm präsentierte.
„Dieses Treffen war in zweierlei Hinsicht sehr wichtig: Durch die zunehmende Digitalisierung können wir natürlich in kürzester Zeit alle wichtigen Informationen austauschen, dennoch halten wir persönliche Begegnungen für unverzichtbar, um uns als die Plattform für Brennstoffzellen-Fahrzeuge zu positionieren. Es ist wichtig, sich mit einem solchen Treffen zu zeigen und zu dokumentieren, dass der technische Fortschritt hin zu einer nachhaltigen Mobilität krisenfest ist und mit unveränderter Dynamik vorangeht“, sagt André Steinau, Referent der Unternehmensleitung und Projektleiter eFarm.

Mit dem Brennstoffzellen-Bus nach Niebüll

Der Initiator des Clusters, die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW), brachte zunächst die Teilnehmer auf den aktuellen Stand in Sachen Förderung für wasserstoffgetriebene Busse. Weitere Themen waren die Betankung mit Wasserstoff, ein Status-Report zum chinesischen Markt für Brennstoffzellen-Busse und die Beschaffung von Fahrzeugen. Zudem stellte sich das Unternehmen Clean Logistics vor, das unter anderem schwere Diesel-LKW auf Wasserstoffantrieb umrüstet und künftig auch im Busbereich aktiv werden will.

Neben der Präsentation des Vorzeigeprojekts eFarm durch Projektleiter André Steinau, konnten sich die Teilnehmer auch selbst von der Kompetenz der GP JOULE-Gruppe für nachhaltig erzeugten Wasserstoff überzeugen: Mit einem der eigens im Rahmen von eFarm angeschafften Brennstoffzellen-Busse fuhren die Teilnehmer der Veranstaltung nach Niebüll, um sich die neu errichtete Wasserstofftankstelle anzuschauen. Ein wichtiges Symbol, fand Steinau: „Wir haben in einer ganz wichtigen Phase – sowohl gesamtwirtschaftlich als auch für den Transformationsprozess im ÖPNV – gezeigt, dass mit der Energiewende neue Wirtschaftssysteme entstehen werden, die ökologischen Nutzen mit langfristiger ökonomischer regionaler Wertschöpfung verbinden können.“     

Über das Brennstoffzellenbus-Cluster

Das Deutsche Brennstoffzellenbus-Cluster wurde auf Initiative der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) in Berlin gegründet. Ziel des Verbunds ist es, eine Kommunikationsplattform für Nahverkehrsunternehmen und -agenturen zum Thema Brennstoffzellenbusse aufzubauen und darüber hinaus eine gemeinsame Wissensbasis über Fahrzeuge und die erforderlichen Infrastrukturen zu schaffen. Zudem sollen neue Akteure gewonnen und eingebunden werden. Eine weitere Aufgabe der Brancheninitiative ist die Koordination von Beschaffungsaktivitäten. Neben GP JOULE sind in dem Cluster rund 40 Nahverkehrsunternehmen aus ganz Deutschland sowie Österreich und Italien. In einberufenen Arbeitskreisen beschäftigen sie sich mit Themen wie etwa die rechtlichen Grundlagen gemeinsamer Beschaffung, die Entwicklung eines Lastenhefts für Brennstoffzellenbusse und eines Tools zur Berechnung der Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership – TCO). „Brennstoffzellenbusse spielen in den Überlegungen der Nahverkehrsunternehmen zur Schaffung eines emissionsfreien ÖPNV eine zunehmende Rolle. Projekte wie eFarm zeigen, dass auch gerade im ländlichen Raum die täglichen Fahrleistungen sehr gut durch Brennstoffzellenbusse erbracht werden können“, sagte der Leiter des Clusters, Dr. Frank Koch von EE Energy Engineers, und dankte GP JOULE für die Unterstützung bei der Durchführung des Treffens.  

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Über GP JOULE

2009 mit der Überzeugung gegründet, dass 100% erneuerbare Energieversorgung machbar ist, ist GP JOULE heute ein System-Anbieter für integrierte Energielösungen aus Sonne, Wind und Biomasse sowie ein Partner auf Versorgungsebene für Strom, Wärme, Wasserstoff sowie Elektro-Mobilität. Als Pionier in der Sektorkopplung beschäftigt die mittelständische Unternehmensgruppe rund 290 Mitarbeiter in Deutschland, Europa und Nordamerika.  
GP JOULE ist Träger des Umweltpreises der Wirtschaft Schleswig-Holstein 2019 und seit September 2020 Gewinner des German Renewables Award.

Pressekontakt

Frau Kerrin Hansen
Unternehmenskommunikation
GP JOULE Gruppe
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