GP JOULE-Projekt eFarm als eines von weltweit fünf Projekten in neuem IRENA-Report

Die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien stellt das Wasserstoff-Mobilitätsprojekt als herausgehobenes Beispiel für Sektorkopplung vor

Reußenköge, 13. Januar 2023

Wenn vom 13. bis 15. Januar 2023 Vertreterinnen und Vertreter von 168 Regierungen zur 13. Vollversammlung der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) in Abu Dhabi zusammenkommen, wird auch ein Projekt aus Nordfriesland prominent dabei sein: das von GP JOULE initiierte nachhaltige Wasserstoffmobilitätsprojekt eFarm.

Denn eFarm ist Teil des gerade erschienen IRENA-Reports „Sector coupling: A key concept for accelerating the energy transformation“, der auf der Vollversammlung vorgestellt wird – und das als eines von weltweit nur fünf herausgehobenen Beispielen für Sektorkopplung in der Praxis. 

Bei eFarm wird Überschussstrom aus Windkraftanlagen in Elektrolyseuren vor Ort in grünen Wasserstoff umgewandelt. Während der Wasserstoff an zwei Tankstellen in der Region von Pkws und Lkws getankt werden kann und so unter anderem zwei Busse im öffentlichen Nahverkehr emissionsfrei antreibt, wird die bei der Elektrolyse am Produktionsstandort in Bosbüll anfallende Abwärme in ein Nahwärmenetz eingespeist. Das erhöht den Wirkungsgrad der Elektrolyse auf rund 95 Prozent. Und so geht fast keine Energie verloren. Dafür wurde GP JOULE mit dem Deutschen Mobilitätspreis 2022 ausgezeichnet.

Integration von Wind- und Solarkraft ins Energiesystem

IRENA ist eine internationale Regierungsorganisation zur weltweiten Förderung und der nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Energien. Sie wurde 2009 in Bonn gegründet und hat heute inklusive der Europäischen Union 168 Mitglieder. Warum ist die Sektorkopplung für IRENA, die Energiewende und das Ziel von GP JOULE „100% Erneuerbare Energien für alle“ von enormer Bedeutung? „Strategien und Technologien zur Sektorkopplung haben das Potenzial, die Flexibilität der Energiesysteme zu erhöhen und dadurch einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien zu integrieren“, heißt es in der Einleitung zum IRENA-Report.

Genau da setzt auch eFarm an: „Entscheidend für die Effektivität des Energiesystems ist, wann und wo der Wasserstoff erzeugt wird“, sagt Ove Petersen, CEO und Mitgründer von GP JOULE: „Die Erzeugung vor Ort kann Strom nutzen, der sonst abgeregelt würde, weil er über das Netz nicht abtransportiert werden kann. Elektrolyse nahe der Wind- und Solarkraftanlagen entlastet also die Netze, senkt die Netznebenkosten für alle Verbraucher und sorgt dafür, dass viel mehr erneuerbare Energieerzeugung ins System integriert werden kann. Wenn bei der Elektrolyse dann auch noch die Abwärme genutzt wird, ist das Ganze hocheffizient.“

All das wird bei eFarm schon seit 2021 in der Praxis vorgemacht. Doch eFarm ist nicht nur ein Beispiel für die Integration Erneuerbarer Energien ins Energiesystem und für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors, sondern auch für die regionale Teilhabe an der Energiewende: 20 Gesellschafter aus der Region sind an eFarm beteiligt, darunter mehrere Bürgerwindparks, an denen wiederum mehrere Tausend Bürgerinnen und Bürger beteiligt sind. So geht die regionale Energiewende. So geht Sektorkopplung. 

Download des IRENA-Reports

Den gesamten Report „Sector coupling: A key concept for accelerating the energy transformation“ finden Sie hier: https://www.irena.org/Publications/2022/Dec/Sector-coupling-A-key-concept-for-accelerating-the-energy-transformation

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Über GP JOULE
GP JOULE ist als integrierter Energieversorger in allen Bereichen der Energie-Wertschöpfungskette aktiv: von der Erzeugung bis zur Nutzung – und von der Beratung über die Finanzierung und Projektierung bis zum Bau und Service. GP JOULE produziert und vermarktet Wind- und Solarstrom, grünen Wasserstoff und Wärme und setzt die Energie dort ein, wo es am effektivsten ist: in der Elektro- und Wasserstoffmobilität, in Haushalten und in der Industrie. So gestaltet GP JOULE aus Deutschland heraus seit 2009 das Energiesystem mit Zukunft in Europa. Für eine sichere, unabhängige und nachhaltige Energieversorgung. Für 100 % erneuerbare Energie für alle.

GP JOULE wurde für das Wasserstoffmobilitätsprojekt eFarm mit dem Deutschen Mobilitätspreis 2022 ausgezeichnet.

Über eFarm
Das Wasserstoff-Verbundprojekt eFarm wurde 2017 von GP JOULE initiiert. Darin engagieren sich 20 regionale Gesellschafter, darunter Bürgerwind- und Solarparks sowie Stadtwerke. Im Zuge des Projekts wurde eine lokale Wasserstoff-Infrastruktur geschaffen, die von der Erzeugung durch Elektrolyse über die Verbreitung bis zur Flottennutzung in Brennstoffzellenfahrzeugen reicht. Zum Projekt gehören fünf Elektrolysestandorte in der Nähe von bestehenden Windparks, zwei Wasserstofftankstellen, zwei Brennstoffzellenbusse und bisher dreißig Brennstoffzellen-PKW. Die an den Elektrolyseuren entstehende Abwärme wird zum Beheizen von Gebäuden genutzt. 

Pressekontakt
Jürn Kruse
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