Mit Speichertechnologie zur erfolgreichen Energiewende

Bis 2025 soll knapp die Hälfte des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen. Die große Herausforderung dabei: Je nach Wetterlage schwankt das Angebot von Energie aus erneuerbaren Quellen. Der Kraftwerksprojektierer GP JOULE und sein Tochterunternehmen H-TEC SYSTEMS haben daher den ‚Stromlückenfüller‘ entwickelt – ein Modellprojekt für ein Kombikraftwerk Power-to-Gas-to-Power. Dabei wird Strom aus erneuerbaren Quellen mithilfe der PEM-Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt und zwischengespeichert. Bei Bedarf wird der Wasserstoff dann zusammen mit Biogas aus einer Biogasanlage in einem BHKW wieder verstromt und ins Stromnetz eingespeist. Die Gesamteffizienz bei der Strom- und Wärmenutzung liegt bei bis zu 95%.

Energie speichern statt Kohle verbrennen:

„An wind- und sonnenarmen Tagen muss man zurzeit noch auf konventionelle Kraftwerke zurückgreifen, um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten“ so Ove Petersen, Gründer und Geschäftsführer von GP JOULE. „Diese Kraftwerke sind extrem klimaschädlich. Insbesondere der Anteil an der Braunkohle ist in den letzten Jahren beträchtlich gestiegen. Diese Rückkehr in die Kohlezeit ist aus unserer Sicht absolut unnötig. Denn Speichertechnologien wie der Stromlückenfüller kombinieren beides – sie liefern kostengünstig Strom aus erneuerbaren Quellen und schonen das Klima.“ Das Projekt ‚Stromlückenfüller‘ ist in der Realisierungsphase. Zurzeit werden am Unternehmensstandort Reußenköge in Schleswig-Holstein zwölf H-TEC EL-30 Elektrolyseure installiert. Die Nennleistung der gesamten Anlage liegt bei 200 kW und bis zu 40 Kubikmetern Wasserstofferzeugung pro Stunde. Projektpartner sind GP JOULE, die Tochterfirma H-TEC SYSTEMS und die Firma North-Tec aus Bredstedt.

Förderung für den Megawatt-Elektrolyseur:

Das Pilotprojekt wird wichtige Erkenntnisse für das Folgeprojekt liefern: Geplant ist ein Kombikraftwerk aus PEM-Elektrolyseuren im Megawattmaßstab und einem Biogasanlagen-Blockheizkraftwerk, das fünf Mal größer als das Pilotprojekt sein wird. Der PEM-Elektrolyseur soll eine elektrische Leistung von einem Megawatt aufnehmen und in Wasserstoff umwandeln können. Dafür stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der „Förderinitiative Energiespeicher“ Forschungsgelder in Höhe von bis zu 2,1 Millionen Euro zur Verfügung.

100 Prozent erneuerbare Energie – kostengünstig und klimafreundlich:

GP JOULE und sein Tochterunternehmen H-TEC SYSTEMS verfügen über langjährige Erfahrung im Bereich der PEM-Elektrolyse. Vor zwei Jahren stellten sie auf der Hannover Messe den ersten serienreifen PEM-Elektrolyseur vor. Dabei wird Strom mit einem Wirkungsgrad von bis zu 75 Prozent in Wasserstoff umgewandelt – und das besonders kompakt und flexibel. Um zukünftig die Versorgung mit 100 Prozent Ökostrom möglich zu machen, haben sich GP JOULE und H-TEC Systems ehrgeizige Ziele für die Weiterentwicklung der Technologie gesetzt: „Bis 2020 wollen wir eine Jahresproduktion von über 10 Megawatt Leistung erbringen – damit können mehr als 6.000 Haushalte mit Strom versorgt werden,“ so Ove Petersen. „Ziel ist, die Kosten für die Umwandlung von Strom in Wasserstoff auf unter 2 Cent je Kilowattstunde zu senken.“ Der GP JOULE-Gründer sieht in der Speichertechnologie einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energiespeicher muss Hand in Hand gehen. Sie sind der Schlüssel für eine klimafreundliche und kostengünstige Energieversorgung, die uns zusätzlich unabhängig von Stromimporten aus dem Ausland machen.“

‚Stromlückenfüller‘ auf der Hannover Messe:

GP JOULE präsentiert das Projekt zusammen mit seiner Tochterfirma H-Tec Systems auf der Hannover Messe in der Halle 27 (Stand B40) am Gemeinschaftsstand „Hydrogen + Fuel Cells + Batteries“.

Bildmaterial:

SCHAUBILD STROMLÜCKENFÜLLER – Die Funktionsweise im Überblick

3D-ANSICHT STROMLÜCKENFÜLLER – Der Stromlückenfüller im Modell

FOTO PEM-ELEKTROLYSE-STACK – Ansicht des Herzstücks des Stromlückenfüllers, des PEM Elektrolyse-Stacks

Pressekontakt: 

Johanssen + Kretschmer Strategische Kommunikation GmbH
Herr Timo Bovi
Tel.: +49 (0) 30 5200057806
Mobil: +49 (0) 177 8830622
E-Mail: t.bovi(at)gp-joule.de 

Das Unternehmen:

Mit Energie gewinnen – unter diesem Motto entwickelt, plant und realisiert GP JOULE Projekte für die zukunftsträchtige Nutzung erneuerbarer Energien. Ziel der Unternehmensführung rund um  die Agrar-Ingenieure und Gründer von GP JOULE Ove Petersen und Heinrich Gärtner sowie den Betriebswirt André Hirsch ist es, Land und Wirtschaft miteinander zu verbinden, um Kapitalanlegern fruchtbare Investitionsperspektiven zu eröffnen. Neben den Geschäftsfeldern Solarenergie, Windkraft und Biomasse bündelt die Unternehmenssparte Zukunftskonzepte das Knowhow der Energieexperten zu ganzheitlichen Lösungen und widmet sich der Erforschung neuer Technologien. GP JOULE ist heute mit vier Standorten in Nord- und Süddeutschland sowie zwei internationalen Standorten in den USA und Kanada vertreten. Der Hauptsitz ist in Reußenköge in Nordfriesland.