Solarstrom ohne Förderung

Berlin, 26. August 2013 Anlässlich der Handelsblatt-Jahrestagung Erneuerbare Energien 2013 in Berlin hat der Energiepionier GP JOULE mehr Unterstützung für kreative Lösungen gefordert. „Die Erzeugung von Solarenergie kann sich auch ohne Fördergelder rechnen“, sagte Ove Petersen, einer der beiden GP JOULE-Geschäftsführer und Firmengründer von GP JOULE. „Aber dafür sind innovative Ideen nötig und neue Strukturen, mit denen sie sich auch tatsächlich umsetzen lassen.“ 

In Deutschland, aber auch in Gesamteuropa, sei das Potenzial der Photovoltaik längst nicht ausgeschöpft, während gleichzeitig die Kosten für die Technologie beständig sinken, betonte Petersen. „Wenn das Ziel ist, die Versorgung in Zukunft zu hundert Prozent auf Erneuerbare Energien umzustellen, dann dürfen wir dieses Potenzial nicht brachliegen lassen. Zumal die Photovoltaik auch ohne Subventionen zeitnah wettbewerbsfähig werden kann.“ Bislang fehlten vielfach aber die notwendigen Strukturen. Zumal der PV-Strom in Deutschland in der Erzeugung nicht teurer sei als im EU-Süden. Die Technologie in Deutschland sei durch das EEG erst wettbewerbsfähig und mittlerweile zu einem Exportschlager geworden. „Dem Irrglauben, dass sich PV nur im Süden Europas lohne, muss endlich mal Einhalt geboten werden. Als international tätiger Projektierer kann ich nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich sehe, dass die deutsche Politik gerade jetzt, wo PV wettbewerbsfähig ist, die Technologie stoppen will“.

Dabei sei klar, dass sich in der gesetzlichen Regulierung etwas ändern müsse. „Wir müssen von einer Technologieförderung hin zu einer Marktförderung kommen. Und hierfür brauchen wir die richtigen flankierenden Instrumente.“, so Petersen weiter. Von der Politik wünsche er sich mehr Verlässlichkeit und klare Regelungen um letztendlich auch die Klimaschutzziele zu erreichen. Solch flankierende Instrumente sind neben einem Netmetering auch die klarer Definition und Ermöglichung der Eigenstromerzeugung.

Jedoch sei der entscheidende Punkt für eine erfolgreiche Energiewende die zukünftige Sicherstellung des Lastmanagements durch Erneuerbare Energien bei Kapazitäts- oder Netzengpässen. Dies könnte erfüllt werden, wenn zum Beispiel innovative Speichertechnologien zum Einsatz kommen, wie etwa im „Stromlückenfüller“ von GP JOULE. Denn dieser könne Strom aus erneuerbaren Quellen mittels der Symbiose von Wasserstoffelektrolyse und einer Biogasanlage effizient speichern und für bedarfsstarke Phasen nutzbar machen. Man müsse auch über eine Systemveränderung nachdenken, so Ove Petersen. PV-Freiflächenanlagen können Regelenergie generieren, wenn sie nicht mehr auf eine –  ohnehin nur selten erreichte – Spitzenleistung hin ausgerichtet, sondern gedrosselt gefahren würden – um so im Bedarfsfall hochgefahren und zu echten Systemdienstleistern zu werden.

Auch andere GP JOULE-Projekte zeigen, dass sich Solarenergie weit intelligenter und damit auch wirtschaftlicher ausschöpfen ließe, als das bisher der Fall ist. Im US-Bundesstaat Kalifornien schloss der Energiepionier mit Paraiso Vineyard zum Beispiel erstmals ein Power Purchase Agreement ab: Das kalifornische Weingut wird Eigentümer der neu errichteten Solaranlage, während GP JOULE die Versorgung garantiert und die Reststrommengenverträge managt. „In diesem Fall arbeiten wir mit der Rabobank zusammen“, erläuterte Petersen. „Doch grundsätzlich sind Banken und Versicherungen bisher zu ängstlich, wenn es um die Finanzierung solcher Modelle geht. Dabei liegt für sie hier ein großes Geschäftspotenzial. Sie müssten nur die entsprechenden Produkte entwickeln.“

Als weitere GP JOULE-Projekte stellte Petersen seine Cultiveco-Gewächshaustechnologie und die PV-Kleinstanlage mini-JOULE vor. „Alle diese Beispiel zeigen, dass die Solarenergie sich mit innovativen Lösungen effizienter und bedarfsgerechter nutzen lässt als bisher“, sagte Petersen. „Aber dafür muss auch das Umfeld geschaffen werden: durch die Entwicklung entsprechender Finanz- und Versicherungsprodukte, durch den Abbau gesetzlicher Hürden wie etwa bei der Einspeisung von Speicherstrom und generell durch ein Umdenken, um Solarenergie bestmöglich in eine Stromversorgung aus 100% erneuerbaren Quellen zu integrieren.“

Reußenköge, Schleswig-Holstein
August 2013

Das Unternehmen:
Mit Energie gewinnen – unter diesem Motto entwickelt, plant und realisiert GP JOULE Projekte für die zukunftsträchtige Nutzung erneuerbarer Energien. Ziel der Unternehmensführung rund um  die Agrar-Ingenieure und Gründer von GP JOULE Ove Petersen und Heinrich Gärtner sowie den Betriebswirt André Hirsch ist es, Land und Wirtschaft miteinander zu verbinden, um Kapitalanlegern fruchtbare Investitionsperspektiven zu eröffnen. Neben den Geschäftsfeldern Solarenergie, Windkraft und Biomasse bündelt die Unternehmenssparte Zukunftskonzepte das Knowhow der Energieexperten zu ganzheitlichen Lösungen und widmet sich der Erforschung neuer Technologien. GP JOULE ist heute mit vier Standorten in Nord- und Süddeutschland sowie zwei internationalen Standorten in den USA und Kanada vertreten. Der Hauptsitz ist in Reußenköge in Nordfriesland.

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