Verlängerung der Einfuhrzölle auf PV-Module aus China

48%ige Verteuerung der Solarmodule:
Reußenköge, 9. Dezember 2013 – Der nordfriesische Solarprojektierer GP JOULE kritisiert die seit Freitag geltenden neuen Strafzölle auf Solarpaneele aus China. „Die Antidumpingzölle sind ein Instrument von Vorgestern und werden zum zusätzlichen Kostentreiber der Energiewende und zur Bremse für den Solarmarkt“, konstatiert Ove Petersen, Gründer und Geschäftsführer von GP JOULE. „Damit schießt die EU-Politik genau in die falsche Richtung: Angeblich soll die europäische Solarbranche so vor Billigkonkurrenz aus China geschützt werden. Aber die Leidtragenden sind die vielen europäischen und deutschen Unternehmen, deren Investitionskosten nun in die Höhe getrieben werden. Die Verbraucher müssen dann am Ende dafür die Zeche bezahlen.“

Die Mehrheit europäischer und deutscher Projektierer verbaue für ihre Solarstromprojekte Module aus Asien – oder kaufe bei europäischen Zulieferern, die chinesische Module verarbeiten. „Die zusätzlichen Kostenbelastungen durch Abgaben auf die Module gefährden die Wettbewerbsfähigkeit der hier ansässigen Unternehmen. Wir müssen mit 48 Prozent Verteuerung beim Einkauf rechnen. Damit wird Solarstrom, der eigentlich die günstigste Form der Stromerzeugung sein könnte, künstlich radikal verteuert“,  so Petersen. „Das ist ein weiterer deutlicher Fußtritt für die Energiewende.“

Unverständnis äußert Petersen insbesondere über das politische Diktat für die Branche: „Die EU, die immer am lautesten Wettbewerb proklamiert, verhindert diesen durch derartige Zwangsmaßnahmen.“ Ein gesunder Wettbewerbsmarkt funktioniere jedoch nicht durch Handelsschranken. „Die innereuropäischen Modulhersteller müssen konkurrenzfähig im Weltmarkt sein, sonst verursacht der EU-Zoll nur ein Sterben auf Raten.  Die staatlich festgelegte Preisdeckelung beseitigt jeden Anreiz, in Forschung und Entwicklung zu investieren, um die Kostendegressionspotenziale der Technologie weiter auszuschöpfen. Weder von Seiten des Bundes noch der Hersteller werden wir große Entwicklungsschritte bei dieser Technologie erwarten können, wenn die Preise festgeschrieben werden und nun über mehrere Jahre keiner Degression mehr unterliegen.“ Meine es die EU ernst, müsse sie derartige Strafzölle konsequenterweise auch auf andere günstige Importgüter aus Asien erheben – beispielsweise Mikrochips, Textilien oder Elektrogeräte. „Doch auf diese Idee würde ja auch niemand kommen.“ 

Ove Petersen
Geschäftsführer GP JOULE GmbH
Reußenköge, Schleswig-Holstein
Dezember 2013

Das Unternehmen:
Mit Energie gewinnen – unter diesem Motto entwickelt, plant und realisiert GP JOULE Projekte für die zukunftsträchtige Nutzung erneuerbarer Energien. Ziel der Unternehmensführung rund um  die Agrar-Ingenieure und Gründer von GP JOULE Ove Petersen und Heinrich Gärtner sowie den Betriebswirt André Hirsch ist es, Land und Wirtschaft miteinander zu verbinden, um Kapitalanlegern fruchtbare Investitionsperspektiven zu eröffnen. Neben den Geschäftsfeldern Solarenergie, Windkraft und Biomasse bündelt die Unternehmenssparte Zukunftskonzepte das Knowhow der Energieexperten zu ganzheitlichen Lösungen und widmet sich der Erforschung neuer Technologien. GP JOULE ist heute mit vier Standorten in Nord- und Süddeutschland sowie zwei internationalen Standorten in den USA und Kanada vertreten. Der Hauptsitz ist in Reußenköge in Nordfriesland.

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Timo Bovi
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