Wasserstoffmobilität in Nordfriesland

Das Verbundvorhaben "eFarm"

Mit dem Projekt „eFarm“, dem bisher größten grünen Wasserstoff-Mobilitätsprojekt in Deutschland, wird eine Wasserstoff-Infrastruktur von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur Flottennutzung im Verbund realisiert. Das Ziel ist, ein gemeinschaftliches, nachhaltiges Wirtschaften mit erneuerbaren Energien in die Gesellschaft zu bringen: Im Verbund Wasserstoff produzieren, transportieren, verarbeiten und vermarkten.

Die Bestandteile in der Umsetzung

In Nordfriesland wird durch das Projekt eine Versorgungssicherheit für 100 % grünen, regional erzeugten Wasserstoff aus Windstrom für die Bürger und Unternehmen, die sich ein Wasserstoff-Fahrzeug anschaffen wollen, hergestellt.

  • Errichtung von fünf Wasserstoffproduktionsstandorten (fünf Elektrolyseure, je 225 kW) an Windparks
  • Errichtung von zwei Wasserstoff-Tankstellen in Husum und Niebüll
  • Anschaffung von zwei Brennstoffzellenbussen für den Linienbusverkehr
  • Anschaffung von fünf Brennstoffzellen-PKWs

Die Förderung

Rund um das bisher als „Wasserstoff-Mobilitätsprojekt“ bekannte Verbundvorhaben wird die von GP JOULE initiierte eFarming GmbH & Co. KG gemeinsam mit Bürgerwind- und solarparks sowie Stadtwerken ein modular erweiterbares Wasserstofferzeugungs- und vertriebsnetz in Nordfriesland aufbauen und betreiben. Das laufende Projekt eFarm wird im Rahmen der Förderrichtlinie Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit insgesamt 8 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert.

Akzeptanz durch Wertschöpfung

Indem die Bürger auf diesem Weg die erneuerbaren Energien erfahren und an der regionalen Wertschöpfung partizipieren können, wird die für das Projekt nötige Akzeptanz geschaffen. Vor diesem Hintergrund ist neben einer direkten Bürgerbeteiligung ein projektbegleitendes systematisches Akzeptanzmanagement mit den Bürgern vorgesehen, welches einen Dialogprozess initiiert, die Akzeptanz systematisch in einem Monitoring erfasst und ihre Einflussgrößen aufzeigt.

"Wenn der Zusammenhang zwischen erneuerbarer Energieerzeugung und -verbrauch hergestellt wird, die Vielfalt an Nutzen sichtbar wird – dann akzeptieren die Bürger den Wandel zur Energiewende. Hierfür wird eFarm eine direkte Bürgerbeteiligung ermöglichen."

Ove Petersen, GP JOULE-Mitgründer und Geschäftsführer

Der Prozess

Da bei der Produktion von Wasserstoff auch Wärme anfällt, wird diese zur lokalen nachhaltigen Wärmeversorgung beitragen. Der Wasserstoff wird dann in mobile Speichercontainer abgefüllt und per LKW zu den beiden Wasserstofftankstellen transportiert. Dort wird der Wasserstoff nochmals höher verdichtet, um bei Bedarf die Busse, aber auch weitere Wasserstoff-LKWs oder -PKWs zu betanken. Der Tankvorgang benötigt nur wenige Minuten und eine Tankfüllung reicht aus, um mit einem Bus beispielsweise 350 km oder einem PKW 600 km zu fahren. Die Fahrzeuge werden so von Beginn an zu 100 % mit grünem Wasserstoff versorgt. Mit über 60 Interessensbekundungen haben sich Privatpersonen und Unternehmer aus der Region dazu bekannt, dass, wenn die Wasserstofftankstellen in Betrieb genommen werden, sie sich sogenannte Brennstoffzellenfahrzeuge anschaffen und den Wasserstoff vor Ort beziehen möchten. Weitere Interessenten für Brennstoffzellen-PKWs und -LKWs sind herzlich willkommen.

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Wasserstoff-Tankstellen
0 kW
pro Elektrolyseur
0 %
grüner Wasserstoff
GP-JOULE