Von der ersten Solaranlage an

Unsere Geschichte

Ove Petersen und Heinrich Gärtner beschließen, ihre ersten unternehmerischen Erfahrungen in Sachen Planung und Realisierung von PV-Freiflächenanlagen für die Gründung von GP JOULE zu nutzen. Ihre Begeisterung für erneuerbare Energien, ihre Kreativität und ihr Gründergeist fließen in das neue Unternehmen ein, mit dem sich die beiden voll der Energiewende und dem Klimaschutz verschreiben. Der erste Businessplan entsteht auf einer mittlerweile legendären Wurstpappe.

2009

So ärgerlich und unverständlich die Entscheidung der damaligen Bundesregierung zur Laufzeitverlängerung bei Kernkraftwerken auch gewesen sein mag: Gärtner und Petersen fühlen sich dadurch nur zusätzlich motiviert, ihrem Ziel – 100 Prozent erneuerbare Energien – näher zu kommen. Und viele teilen diesen Enthusiasmus und machen mit: Im Norden wie im Süden werden durch GP JOULE zahlreiche PV-Freiflächenanlagen und Biogasanlagen geplant und in Betrieb ­genommen – die 100-Megawatt-Marke wird geknackt. Die Dezentralisierung der Energieerzeugung nimmt immer mehr Fahrt auf.

2010

GP JOULE wächst parallel zum zügigen Ausbau speziell im Bereich Photovoltaik rasant und flächendeckend, – zahlreiche Freiflächenanlagen werden gebaut. Ein Highlight des Jahres ist die Einweihung des Solarparks Ammerland bei Oldenburg – mit 40 MWp der erste große Meilenstein des jungen Unternehmens als Generalunternehmer im EPC­Geschäft und im Kraftwerksbau. Zeitgleich entsteht in der Lausitz das bislang größte Einzelprojekt von GP JOULE: Auf einer ehemaligen Abraumhalde des örtlichen Braunkohletagebaus wird eine Freiflächen-PV-Anlage mit insgesamt 140 MWp Leistung installiert – seinerzeit die größte in Deutschland überhaupt, mit 70 MWp unter der Regie von GP JOULE. Energie aus der Sonne statt aus Braunkohle zu gewinnen – schon damals war GP JOULE seiner Zeit voraus. Gleiches gilt für die internationale Wachstumsstrategie: GP JOULE startet die ersten Aktivitäten in Frankreich sowie Italien und akquiriert dort Projekte. Doch damit nicht genug. Auch in Kalifornien wächst die erste zarte »GP­JOULE-Pflanze« heran. Und noch eine Innovation unterstreicht den Zukunftsgeist der Energiepioniere. Das miniJOULE, die erste DIY-Solaranlage, leitet mit »Strom zum Selbermachen« die Demokratisierung der Energieproduktion ein.

2011

Kaum war zum ersten Mal von Power-to-Gas zu hören, schon haben Gärtner und Petersen die Relevanz und die zukünftige Bedeutung dieser Technologie für den Klimaschutz und für den Schritt von einer reinen Stromwende zu einer echten integrierten Energiewende erkannt. Sie beteiligen sich an der Lübecker H-TEC SYSTEMS GmbH und treiben dort die Entwicklung hochflexibler PEM-Elektrolyse-Stacks voran. Gleichzeitig betritt GP JOULE erstmals die politische Bühne Berlins: Mit dem Konzept des EEG 2042 denken die Unternehmensgründer weit voraus und skizzieren den Weg in ein Zeitalter des Erneuerbaren-Ausbaus ohne Förderung – lange bevor dies in der Branche und in weiten Teilen der Politik für realistisch gehalten wurde. 2012 markiert auch den Einstieg in die Windkraft bei GP JOULE: Der Eintritt von André Hirsch als drittem Partner symbolisiert die Diversifizierung der Gruppe und der erste von GP JOULE geplante Windpark in Mecklenburg-­Vorpommern geht ans Netz. Die Internationalisierungsstrategie beginnt ebenso Früchte zu tragen: In Italien und Frankreich werden jede Menge Solar-Freiflächenanlagen in Betrieb genommen – die Energiewende ist überall.

2012

Mit einem großen Bürgerfest und viel politischer Prominenz werden in Südwestfrankreich mehrere von GP JOULE geplante und errichtete Solarparks eingeweiht. Die Sensation dabei: GP JOULE kann Systemdienstleistung. Denn ein eigens geplantes und gebautes Umspannwerk und eine Blindstromkompensationsanlage leisten das, was über die Vorstellungskraft einiger Netzbetreiber hinausgegangen war: Erneuerbare Energien können netzdienlich eingespeist werden und somit das Stromnetz spürbar entlasten. In Freiburg wird sichtbar, wie Sektorenkopplung und Klimaschutz im Verkehr, in der ­Industrie und im Wärmesektor zukünftig Realität werden können: Der erste extrem kompakte PEM-Elektrolysestack von H-TEC SYSTEMS, der EL 30, startet am Fraunhofer ISE in den regulären Testbetrieb. Die Markteinführung ist nicht mehr weit …

2013

Die Internationalisierungs- und Diversifizierungsstrategie von GP JOULE zahlt sich erneut aus: Während in Deutschland das Projektvolumen im Neugeschäft gerade bei der Photovoltaik infolge der letzten EEG-Novellen deutlich nachlässt, füllt sich die Projektpipeline im Windgeschäft und gerade jenseits des Atlantiks zusehends. In Kanada werden die ersten PV-Freiflächenprojekte realisiert – und das gleich in unmittelbarer Nähe der Niagarafälle. Derweil läuft die GP JOULE-Denkfabrik in der Heimat auf Hochtouren. Mit dem »Stromlückenfüller« beweist das Unternehmen, wie dank Elektrolyse eine 100%ige Versorgungssicherheit auf Basis erneuerbarer Energien gewährleistet werden kann.

2014

Sektorenkopplung ist 2015 noch ein Schlagwort, das allenfalls ein paar wenigen »Energiewende-Nerds« ein Begriff ist. Doch für GP JOULE steht ohnehin statt Theorie die gelebte Praxis im Vordergrund: Das Unternehmen stellt seine Firmenwagenflotte konsequent auf emissionsfreie Pkw um und investiert dafür in den Ausbau der Ladeinfrastruktur vor Ort in Reußenköge sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Hause. Ganz nach dem Prinzip: »Nicht nur von Vorreiterschaft reden, sondern wirklich Vorreiter sein«. Dazu zählt auch die Inbetriebnahme der ersten Power-to-Gas-Anlage in Nordfriesland. Währenddessen können immer mehr Projektfähnchen jenseits des großen Teichs in die Landkarte gesteckt werden: GP JOULE entwickelt in zahlreichen US-Bundesstaaten und diversen Regionen Kanadas erfolgreich PV-Projekte.

2015

Im Rahmen der Hannover Messe 2016 präsentiert H-TEC SYSTEMS den nächsten großen Meilenstein seiner Entwicklungsarbeit: Der erste PEM-Elektrolysestack der Megawattklasse, der ELS 350, macht den Einstieg in die Sektorenkopplung und die Dekarbonisierung aller Sektoren nun erst richtig möglich. GP JOULE mischt weiter den nordamerikanischen Kontinent auf und ist Aushängeschild Norddeutschlands in Übersee: Davon kann sich auch eine hochrangige Wirtschafts- und Politikerdelegation des Bundeslandes in Kalifornien live vor Ort überzeugen, wo GP JOULE auf den renommierten Paraiso Vineyards eine PV-Freiflächenanlage installiert hat, die nach dem Prinzip des Net­Meterings betrieben wird. Ein Modell, das nach Deutschland reimportiert werden sollte! 2016 geht der nächste innovative Ableger von GP JOULE an den Start und beginnt zu blühen: Mit CONNECT schafft GP JOULE die alltagstaugliche Lösung für das »Henne-Ei­Problem« der Elektromobilität und betrachtet Fahrzeuge, Energie und Infrastruktur nicht länger in Schubladen, sondern führt diese zusammen – der Anfang einer Erfolgsgeschichte.

2016

Was andere noch für eine Vision halten, wird bei GP JOULE einfach Realität: Das Unternehmen übergibt an den damaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein die Machbarkeitsstudie zu dem Innovationsprojekt »eFarm«. Schon bald werden Brennstoffzellenbusse durch Nordfriesland fahren, die Wasserstoff aus Windstrom nutzen. Das Staatsoberhaupt besucht den Vorreiter der Energiewende: Frank-Walter Steinmeier hat sich für seinen Antrittsbesuch in Schleswig-Holstein den Cecilienkoog ausgesucht, um sich selbst vor Ort darüber zu informieren, wie und wo Innovationen und smarte Lösungen für das Energiesystem für morgen entstehen. Für GP JOULE eine große Auszeichnung und ein noch größerer Ansporn dafür, seinen Weg konsequent weiterzugehen. Es ist so weit: Die Hannover Messe 2017 bietet den Rahmen für die Weltpremiere des ersten Megawattklassen-Elektrolyseurs von H-TEC SYSTEMS. Sektorenkopplung einfach wie nie, oder: Wer jetzt nicht dekarbonisiert, ist selbst schuld.

2017

Wieder steht Nordamerika im Blickpunkt, Stern um Stern bzw. Bundesstaat für Bundesstaat wächst der Aktionsradius der Projektpipeline von GP JOULE – ob in den USA oder in Kanada. Auch in Südamerika fällt der Startschuss für erste Vorhaben.

2018

10 Jahre GP JOULE – ein Jubiläum, auf dem sich keiner ausruhen wird, denn die ­Gründer sind trotz aller Meilensteine noch lange nicht am Ziel. Weiter geht es ungebremst in Richtung 100 % Erneuerbarer Energie!

2019